Berichte der örtlichen und internationalen Presse

Erfolgreicher Jahresabschluss 2017

 

TSC Kornwestheim – SV Friolzheim 3:5

 

Zum letzten Punktspiel des Jahres reiste der Friolzheimer Tross zum TSC nach Kornwestheim. Nach den Wetterkapriolen in den vergangenen Wochen spekulierten einige auf eine weitere Spielabsage, doch letztlich konnte die Begegnung ohne Bedenken angepfiffen werden. Bei nahezu frostigen Temperaturen legten beide Mannschaften eine flotte Sohle aufs Kunstrasen-Parkett, es ging über die volle Spielzeit ständig hin und her. SV-Trainer Bündert wollte unbedingt die 20-Punkte-Marke knacken und forderte von seiner Mannschaft daher nichts als einen Dreier. Dementsprechend offensiv fiel die Aufstellung aus, mit der man die Gastgeber gar nicht erst in die eigene Hälfte kommen lassen wollte. Bereits in der Anfangsphase kamen die Friolzheimer zu etlichen Chancen, worunter mindestens zwei in die Kategorie „Hundertprozentige“ fallen. Vom Gegner oft sträflich freigelassen, ergaben sich für die Stürmer Benjamin Keck und Christopher Welsch viele Räume, in die sie mit Tempo stoßen konnten. Kornwestheim kam zunächst überhaupt nicht ins Kombinieren und brachte sich mit unpräzisen Abspielen selbst in Bedrängnis. In der 4. Minute stellte Welsch mit seinem ersten Treffer die Friolzheimer Führung her, danach wachten die Hausherren langsam auf und erwiesen sich bis zur Halbzeit als ebenbürtiger Kontrahent. Mit offenem Visier agierten die Mannschaften fortan, was besonders die Defensivreihen zu spüren bekamen. Kornwestheim als auch Friolzheim überspielten bei eigenem Ballbesitz das Mittelfeld so schnell, dass nur zumeist nur noch die Abwehr geplante Torabschlüsse vereiteln konnte. Nicht so beim 0:2 nach gut 20 Minuten: Keck fand mit einem ellenlangen Einwurf am Fünfer Flügelstürmer Keiji Reim, der die Kugel unhaltbar ins Eck köpfte. Mit der Führung im Rücken drängte der SV auf das nächste Tor – und wurde kurz darauf kalt erwischt. Der wendige, spielfreudige Mittelfeldstratege Kornwestheims narrte unsere ganze Hintermannschaft und schloss seine Aktion mit einem Pike-Schuss zum 1:2 ab. Ein Bruch im Spielverlauf deutete sich deutlich an, denn mit dem folgenden Anpfiff übernahm das Heimteam das Kommando. Eingeschüchtert und verunsichert sah unsere in weiß gekleidete Elf nun aus, die immer mehr unter Druck geriet. Kornwestheim präsentierte eine reife, ausgefeilte Spielanlage, der sich Friolzheim plötzlich kaum mehr erwehren konnte. Wieder einmal drohte eine Führung in einen Rückstand zu kippen, obwohl anfangs alles auf einen erfolgreichen Nachmittag hindeutete. Die Rückwärtsbewegung funktionierte immer schlechter und das Zweikampfverhalten war nicht mehr ausreichend für die wendigen Hausherren. Folgerichtig fiel in der 37. Minute der Ausgleich, nachdem man eine Standartsituation der Kornwestheimer verpennt hatte. Einmal in Fahrt, ließ der TSC nicht locker und überwand unseren Keeper Alexander Hoffmann Sekunden später gleich nochmal. Mit dem 3:2 (39.) erreichte die turbulente Partie ihren ersten Höhepunkt, dem in der zweiten Hälfte ein weiterer folgen sollte.

 

Trainer Bündert erinnerte in der Kabinenansprache an das 4:4-Unentschieden im Hinspiel und machte seinen Jungs Mut, weiter an den Sieg zu glauben. Ansonsten war es in der Kabine still – eine fast schon beseelende Ruhe machte sich breit, die jedem Spieler die Möglichkeit gab, die nötige Einstellung für das schwierige Vorhaben zu finden. Mit der Einwechslung von Kim-Steven Pietsch war die Marschroute klar, man wollte schnellstmöglich den Spielstand egalisieren. Dazu musste aber mehr Stabilität in der Defensive her, also die richtige Balance zwischen Offensivfeuerwerk und Abwehrbollwerk. Vielleicht lag es an dem „Abschiedsgeist“, der dieses sonderbare Spiel umwehte, dass in den folgenden 45 Minuten ziemlich alles klappte, was man sich zusammen vorgenommen hatte.

 

Zum einen konnte der starke Kornwestheimer Regisseur nicht mehr schalten und walten wie er wollte, zum anderen sprangen wieder etliche Chancen für die schnellen Friolzheimer Stürmer raus. Ohne die so lähmende Furcht aus dem ersten Durchgang, ohne die Angst vor der eigenen Courage zeigten die SV-Kicker nun ihre wahren Qualitäten: Rigoroses Verteidigen unter Leitung des Capitanos Vincenzo De Marco, blitzschnelles Umschaltspiel über den Mittelfeldmotor Joshua Krauss, trockene Torabschlüsse á la Torjäger Keck oder Kopfballungeheuer Pietsch. Wie schon häufiger auffiel, greift das Spielsystem auswärts (zum Leidwesen vieler Zuschauer) besser als vor eigenem Publikum. Die Kornwestheimer Anhänger hatten in der letzten halben Stunde auch nichts mehr zu lachen, denn da ging den Gastgebern die Puste aus. Der eminent wichtige Ausgleichstreffer in der 62. Minute war mittlerweile dem Spielverlauf angemessen; Joshua Krauss flankte dabei eine kurz ausgeführte Ecke mustergültig in die Mitte, wo sich Pietsch völlig allein gelassen aufmachte, mit seiner Stirn das 3:3 herbeizuführen. Anschließend zog der SV die Zügel weiter an, wenngleich der nächste Treffer erst weiterer vergebener Möglichkeiten bedurfte. Welsch behielt bei einem Konterangriff den Überblick und bediente den startenden Silas Schüller, welchem im Angesicht des heranstürmenden Torhüters nur noch ein Kopfball-Lupfer (74.) übrigblieb. Damit lag man tatsächlich wieder in Führung, 3:4! Um dem Spielverlauf eine weitere Wendung zu ersparen, wechselte Bündert mit Debütant Alessandro De Marco und Altmeister Patrick Eckert zwei Akteure ein, die das Ergebnis sichern sollten. So reichte es für Kornwestheim lediglich zu einem Lattentreffer, mehr ließ die Abwehr um Luca Baur, Marcel Zipperlen, Daniel Klingel und Vincenzo de Marco nicht zu. Für die endgültige Entscheidung in der 87. Minute hob sich Welsch einen 50-Meter-Sprint auf, den er in einen überlegten Flachschuss münden ließ. Der Ball passierte den machtlosen Keeper und landete planmäßig im Netz. Somit entschied der SV diese kuriose Partie verdientermaßen zu seinen Gunsten, das 3:5 entspricht dem Spielverlauf erstaunlich genau. Für alle mitgereisten Friolzheimer ein würdiger Abschluss dieses historischen Fußballjahres 2017, welches viele verschiedene Erlebnisse parat hielt und ganz sicher in die Annalen der Vereinsgeschichte eingeht.

 

Unsere Mannschaft: Alexander Hoffmann, Vincenzo De Marco, Daniel Klingel, Luca Baur, Robin Hase (46. Kim-Steven Pietsch), Marcel Zipperlen, Joshua Kraus, Keiji Reim, Silas Schüller (82. Alessandro De Marco), Christopher Welsch (90. Dennis Scherer), Benjamin Keck (87. Patrick Eckert)

 

Mit dem wichtigen Auswärtssieg in der Tasche ist der SV Friolzheim nun mit 20 Punkten im unteren Tabellenmittelfeld platziert. Nächstes Jahr gilt es, diese Ausbeute zu toppen, schließlich ließ man vor allem zu Hause viele Zähler unnötig liegen. Die Aktiven freuen sich schon auf Ihre Unterstützung in der Rückrunde!

 

Leider muss sich der SVF ab dem Jahr 2018 von Marcel Zipperlen und Silas Schüller aus beruflichen Gründen verabschieden. Wir hoffen, dass wir immer mal wieder etwas von euch hören und euch in Friolzheim blicken lässt. Der SV Friolzheim wünscht euch beiden das Beste für eure Zukunft, wir werden euch sehr vermissen!

 

Dagegen heißen wir recht herzlich zu der SVF-Familie willkommen den „verlorenen Sohn“ Mike Martin (SKV Rutesheim 2) und Marc Stöckl (SpVgg Weil der Stadt 1). Der Verein ist fest davon überzeugt, dass ihr euch in unserem jungen Team wohlfühlen werdet.  

 

Es grüßen  die Schreiberlinge

 

Zu Hause ist der Wurm drin

 

SV Friolzheim – TSV Schafhausen 2:3

 

Nach dem furiosen Auswärtssieg in der Vorwoche boten die SV-Kicker dem eigenen Publikum im Duell gegen die schlechter platzierten Schafhausener (mal wieder) eine enttäuschende Vorstellung, die zu einer vermeidbaren Niederlage führte. Eigentlich war alles angerichtet für einen fest eingeplanten Heimsieg, hatte man doch genug Selbstvertrauen getankt und konnte nun auf dem eigenen Kunstrasen die angestrebte 20-Punkte-Marke erreichen. Zwar musste unsere Sturmspitze Benjamin Keck berufsbedingt passen und Joshua Krauss sowie Timo Brockschmidt fehlten gesperrt, doch Trainer Thomas Bündert hatte genug Alternativen, um die Ausfälle zu kompensieren. So durften gleich zwei Stürmer die Gästeabwehr früh attackieren und zu Fehlern zwingen, während das Mittelfeld mit fünf Mann die Kompaktheit der letzten Partie gewährleisten sollte. Allerdings ging dieser Matchplan vom Anstoß an nicht richtig auf. Die Friolzheimer kamen eher schlecht als recht ins Spiel, man sah der Mannschaft an, dass sie in dieser Aufstellung noch nie auf dem Platz standen. Viele missratenen Abspiele und Missverständnisse ließen die anfänglichen Offensivbemühungen versanden, was den Gästen natürlich in die Karten spielte. Diese versuchten es meist mit weiten Bällen aus der Abwehr auf ihren Sturmtank und beschäftigten damit unsere Defensive ganz ordentlich. Nach der Anfangsphase musste man sich von dem Gedanken eines sicheren Heimerfolgs verabschieden, erst recht, als Schafhausen in der 17. Minute durch ein Kopfballtor in Führung ging. Wiederholt passte die Abstimmung bei einem gegnerischen Standard nicht, wiederholt landete die Kugel als Resultat im eigenen Netz. Von diesem Rückschlag aufgescheucht, sammelte sich der SV und übernahm daraufhin die Initiative. Nun entstanden die ersten gefährlichen Möglichkeiten, Marco Jantz scheiterte nach einer halben Stunde am stark parierenden Keeper, Christopher Welsch Sekunden später an der Querlatte. Allerdings befreite sich Schafhausen immer wieder geschickt aus unserem Pressing und kam unverhofft oft in unseren Sechzehner. Das lag vor allem an den beiden zentralen Mittelfeldspielern der Gäste, die nach gewonnenen Zweikämpfen starke Pässe in die Schnittstellen lieferten. Die Friolzheimer Innenverteidigung musste häufig in letzter Not retten oder foulen besonders bitter, Minuten vor der Pause, als unser Capitano Vincenzo de Marco nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz flog. Schon wieder ein Platzverweis in der ersten Hälfte, nur lag man nun nicht in Front, sondern musste einem Rückstand hinterherlaufen!

 

Erneut musste Coach Bündert das Mentalitätsmonster beschwören, erinnerte in der Halbzeitansprache an die ähnlich ungünstige Situation in Warmbronn vor einigen Wochen. Statt gepflegtem Kombinationsfußball, der zuvor ohnehin kaum zustande kam, war für den zweiten Durchgang „Langholz“ angesagt.

 

Zunächst folgte jedoch der nächste Schock, denn kaum hatte der junge Schiedsrichter zum Wiederanpfiff angesetzt, schon klingelte es zum zweiten Mal im Kasten von Alexander Hoffmann. Mit dem 0:2 nach 48 Minuten schien die Partie endgültig für Schafhausen zu gehen, alle Anzeichen deuteten auf einen Gästesieg hin. Es brauchte einen baldigen Anschlusstreffer, wollte man hier noch etwas Zählbares holen. Die Chance dafür sollte kurze Zeit später kommen, Silas Schüller war im Strafraum nach einem klaren Foul zu Boden gegangen, wodurch Marco Jantz per Strafstoß verkürzen konnte. Der Außenverteidiger schoss in gewohnter Manier sicher ins linke Eck, damit nur noch 1:2 (53.). Anschließend bestimmte Friolzheim trotz Unterzahl das Geschehen, die Gäste begannen zu schwimmen und verloren ihr Spielkonzept aus den Augen. Im Augenblick des Momentums schalteten die SV-Kicker noch einen Gang höher und drückten mit allen Kräften auf den Ausgleich. Dieser Einsatz wurde umgehend belohnt: Treitz köpfte in der 58. Minute einen langen Eckball zurück in den Fünf-Meter-Raum, wo der kurz zuvor eingewechselte Robin Haase schon lauerte und keine Mühe mehr hatte, den Ball mit dem Kopf zum 2:2 über die Linie zu befördern. Wer jetzt dachte, die Partie würde vollends kippen, lag aber falsch. Im folgenden Spielabschnitt agierten beide Mannschaften ebenbürtig, die Hausherren wie auch die Gäste kamen zu ihren Möglichkeiten. Christopher Welsch traf in dieser Phase abermals nur Aluminium, Kim-Steven Pietsch setzte einen vielversprechenden Kopfball zu hoch an. Der Ausgang der Partie war völlig offen, die Unterzahl der Bündert-Elf fiel wie in der Vorwoche kaum ins Gewicht. In der 73. Minute kam es dann zur entscheidenden Szene der munteren Begegnung, ein leichtfüßiger Flügelstürmer brach auf der rechten Seite durch und wurde von unserem Goalie regelwidrig gestoppt. Also auch Foulelfmeter für Schafhausen, der Schütze verlud Hoffmann geschickt und stellte auf 2:3. In der Schlussphase versuchte Friolzheim meist hohen Flanken vor das gegnerische Gehäuse zu gelangen, schickte alle großen Kerle nach vorne und hoffte auf den Lucky Punch. Es half aber alles nichts, die größte Chance vergab Pietsch kurz vor Schluss per Kopf.

 

Nach der Partie haderte man vor allem mit dem unglücklichen Spielverlauf und einigen Entscheidungen des Referees, welcher keine klare Linie verfolgte und bei mehreren Szenen für Kopfschütteln sorgte.

 

Unsere Mannschaft: Alexander Hoffmann, Marco Jantz (56. Robin Haase), Danny Claus (76. Dennis Scherer), Vincenzo De Marco, Daniel Klingel, Marcel Zipperlen, Keiji Reim, Silas Schüller, Christopher Welsch, Kim-Steven Pietsch, Philipp Treitz         

 

Am Samstag gastiert der SV beim TSV Münchingen (14.30 Uhr). Die zweite Mannschaft reist nach Kornwestheim zur Reserve des TSC und spielt dort bereits um 12.15 Uhr.

 

Es grüßen   die Schreiberlinge

 

Famoser Auswärtserfolg trotz Widrigkeiten

 

Heimerdingen II – SV Friolzheim 1:5

 

„Ja ist denn heut schon Weihnachten?“ - Franz Beckenbauers berühmter Werbeslogan passte wie die Faust auf Auge zum Friolzheimer Gastspiel bei der Heimerdinger Reserve. Das lag nicht nur am teilweise starken Schneefall während der Partie, sondern auch am Ausgang des Krisenduells. Die Hausherren, als Abstiegsaspirant mit dem Rücken zur Wand, brauchten dringend einen Heimsieg. Gerade recht kam ihnen da der strauchelnde Aufsteiger, dem man mit einem Dreier auf die Pelle rücken konnte. Doch an diesem Sonntag machte die Bündert-Elf bereits beim diesmal nicht unbeliebten Warmmachen klar, dass das Heimteam hier mit starker Gegenwehr rechnen musste.

 

Auf dem altbekannten Kunstrasen ging es vor der ersten Minute an ordentlich los, beide Teams spielten sich die Kälte aus den Leibern, den Zuschauern hingegen wehte bald darauf ein eisiger Wind ins Gesicht. Diese kalten Böen hatten durchaus ihren Einfluss auf das Flugverhalten des Balls, so fielen einige Einwürfe, Eckbälle und Flanken zu ungenau aus. Aber das war auch schon alles, was in der Anfangsviertelstunde zu bemängeln war. Völlig unbeeindruckt von diesen äußeren Bedingungen zeigten die Friolzheimer eine lange vermisste Ordnung im Spiel, in dem ein Rad in das andere griff und die planmäßige Raumaufteilung Wirkung zeigte. Dadurch konnte Marcel Zipperlen mit seinen Kollegen im Mittelfeld viele Balleroberungen verzeichnen, die wiederum in Torabschlüsse mündeten. Gegen diesen Vorwärtsdrang hatte Heimerdingen anfangs nur wenig entgegenzusetzen, oft mussten Fouls als letztes Mittel angewandt werden. Eine solche Situation führte in der 5. Minute zum 0:1-Führungstor: Vincenzo De Marco hob einen Freistoß gefühlvoll in den Sechzehner, wo Philipp Treitz völlig allein gelassen die Kugel über den Kopf streichen ließ und dadurch den entscheidenden Touch verpasste. Wie angestachelt jagte der SV danach dem zweiten Treffer hinterher, während sich beim Gegner Unsicherheit und Hektik breitmachte. Folgerichtig erhöhte Treitz nur wenig später auf 0:2, die Vorarbeit leistete der bestens aufgelegte Wirbelwind Keiji Reim. Unser Trainer Thomas Bündert pushte seine Jungs bei mittlerweile starkem Flockenflug weiter, denn wie man einen Vorsprung leichtfertig verspielen kann, hat er in dieser Saison schon leidvoll erfahren müssen. Also drängte Friolzheim energisch auf das nächste Tor - und wurde umgehend belohnt. Erneut setzte Reim zu einem präzisen Flachpass an, der im Sturmzentrum Benjamin Keck fand, welcher mit seinem schwächeren Linken eiskalt ins kurze Eck abschloss, 0:3! In dieser Phase wirkten die meist jungen Heimerdinger Kicker rat- und tatenlos, nichts schien an diesem späten Sonntagnachmittag gelingen zu wollen. Jedoch ließ sich nicht jeder der Gastgeber hängen, besonders ein pfeilschneller Flügelstürmer stemmte sich gegen das drohende Debakel. Mit der komfortablen Führung im Rücken stand die Friolzheimer Defensive scheinbar sicher, doch ein unnötiger Ballverlust an der Mittellinie entblößte unsere Abwehrreihe komplett, sodass den Heimerdingern der 1:3-Anschluss gelang (17.). Plötzlich war die Partie ausgeglichen, Chancen gab es hüben wie drüben und weitere Tore lagen in der kalten Luft. Als sich Timo Brockschmidt wenige Minuten vor dem Pausentee zu einem heftigen Foul hinreißen ließ, schickte ihn der Schiedsrichter mit glatt Rot vom Feld - eine vermutlich schwere Hypothek für den zweiten Durchgang. Für die restliche Spielzeit rechnete Bündert mit „Berserkern“ auf der Gegenseite, denen man besonders in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff keine Möglichkeiten lassen durfte. Hier war noch nichts entschieden, man stellte sich trotz der frostigen Temperaturen auf eine heiße Abwehrschlacht ein. Dementsprechend kamen mit Silas Wochele und Daniel Klingel zwei Defensivkräfte rein, die den Spielstand absichern sollten. Allerdings war in der zweiten Hälfte gar keine Friolzheimer Unterzahl festzustellen. Die Hausherren blieben ihren Anhängern einiges schuldig, nicht mal ein weiteres Anschlusstor konnten sie erzielen. Stattdessen erarbeitete sich die Gästeoffensive manche vielversprechende Möglichkeit, so wie der Lattentreffer von Keck nach 50 Minuten. Mit zunehmender Spieldauer wich die Hoffnung der Heimerdinger Bank, eine Wende einleiten zu können. Das Abwehrbollwerk um Kapitän De Marco ließ kaum mehr etwas zu, was aber auch an der schwachen Vorstellung des Tabellenfünfzehnten lag. Mit dem Treffer zum 1:4 (66.) war die Begegnung endgültig entschieden, Christopher Welsch trug sich dabei als dritter Friolzheimer Torschütze in den Spielbericht ein. Daraufhin verflachte die Partie und bot kaum noch fußballerische Highlights. Schon im ersten Durchgang hatte es einige Wortscharmützel gegeben, dies setzte sich bis zur Schlussphase fort. Lediglich Treitz, der in der 81. Minute seinen Hattrick perfekt machte, konnte den fröstelnden Zuschauern noch einmal eine Freude bereiten, wenn man es denn mit den roten Farben hielt. Nach dem Abpfiff dann die große Erleichterung bei den Friolzheimern: Endlich wieder dreifach gepunktet, den Abstand vor dem Tabellenkeller vergrößert, den Teamspirit gestärkt, alles in allem ein fabelhafter Erfolg! Unter Einbeziehung aller vorliegenden Umstände könnte man von einer vorzeitigen Bescherung sprechen (aber Achtung, bis Weihnachten stehen ja noch ein paar Partien aus).

 

Unsere Mannschaft: Alexander Hoffmann, Marco Jantz, Vincenzo De Marco, Danny Claus (46. Silas Wochele), Marcel Zipperlen, Keiji Reim, Silas Schüller (54. Daniel Klingel), Christopher Welsch, Philipp Treitz (88. Robin Haase), Benjamin Keck (83. Kevin Kleinert),

 

Am Sonntag trifft man im Eichenstadion (14.30 Uhr) auf den TSV Schafhausen, zwei Stunden zuvor misst sich unsere zweite Mannschaft mit der SGM Münklingen/Hausen 2. Der SV Friolzheim freut sich auf Ihr Kommen!

 

Es grüßen    die Schreiberlinge

 

Im Derby klar unterlegen

 

TSV Heimsheim – SV Friolzheim 3:0

 

Nachdem man in der Vorwoche mit einem überzeugenden Heimsieg kräftig Selbstvertrauen tanken konnte, galt es nun bei den starken Heimsheimern zu bestehen. Der Tabellenzweite hatte beim Derby die Chance, mit einem Sieg und einem Ausrutscher Kornwestheims auf den ersten Platz vorzurücken und ging dementsprechend motiviert in die Partie. Auch die SV-Kicker wollten in dem bedeutungsvollen Spiel ihre Klasse zeigen, zumal Trainer Bündert selbst aus der Schleglerstadt stammt und seine Mannen für die folgenden 90 Minuten richtig heiß machte. Auf schwerem Boden mit etlichen Löchern im Rasen stieg dann etwas verspätet das erste Derby seit Jahren, wobei sich vermutlich einige potenzielle Zuschauer vom rauen Wetter abschreckten ließen, sodass es zu keinem großen Besucherandrang kam. Wie zuvor erwartet, übernahm der Gastgeber von der ersten Minute an die Initiative. Unsere Elf ließ sich fast komplett in die eigene Hälfte fallen und wartete auf Heimsheimer Ballverluste. Doch schon nach wenigen Minuten musste der SV erkennen, dass man an diesem Sonntag nur schwer zu Chancen kommen würde. Denn wenn das Heimteam mal einen Ball verloren gab, hatten die Friolzheimen kaum Möglichkeiten, die Murmel souverän durch die eigenen Reihen laufen zu lassen. Vom Heimsheimer Pressing regelrecht eingeschnürt, kam man lediglich mit anstrengenden Sololäufen von Christopher Welsch oder durch Standards in den anderen Strafraum. An Spielszenen im eigenen Sechzehner mangelte es hingegen nicht, ein ums andere Mal schrammte man in der ersten Halbzeit an einem Gegentor vorbei. Folgerichtig fiel dann in der 35. Minute das 1:0, bei dem der Heimsheimer Stürmer frei vor Alexander Hoffmann die Nerven behielt. Als sich kurz darauf noch Welsch verletzte, wollte man möglichst unbeschadet in die Pause gehen, doch dieses Vorhaben misslang. Kurz vor dem Kabinengang stellten die Schleglerstädter nämlich auf 2:0 und erhöhten damit im idealen Moment die Führung. Ein weiterer Nackenschlag für die Bündert-Elf, die sich aber zu Beginn der zweiten Halbzeit deutlich besser präsentierte und zunächst sogar die Spielkontrolle übernahm. Allerdings fehlte es weiterhin an herausgespielten Torchancen, weil man ständig an der Heimsheimer Defensive hängenblieb oder sich mit ungenauen Abspielen der eigenen Offensivpower beraubte. Die Hausherren fanden ein effektives Gleichgewicht zwischen Angriffs- und Verteidigungsmodus, außerdem zeigten sie sich ballsicher sowie kombinationsstark. Die um Kompaktheit bemühten Friolzheimer waren gegen diese clevere, ausgebuffte Mannschaft nicht in der Lage, eine Wende im Spielverlauf einzuleiten. Stattdessen plätscherte die Partie wie der immer wieder einsetzende Regen vor sich hin. Die größten Aufreger waren bis zur Schlussphase keine Torabschlüsse, sondern eher rüde Tacklings, die sich beide Mannschaften leisteten. Noch ehe eine verunglückte Flanke zum endgültigen 3:0 (85.) führte, bestand über den Ausgang des Derbys kein Zweifel. Zu deutlich war die Differenz zwischen den Kontrahenten, zu eindeutig der Spielstand. Analog zu nunmehr einigen Spielen in aktuellen Saison resultiert aus der offensiven Zahnlosigkeit das Ausbleiben wichtiger Torerfolge, die für das Punktesammeln in der Kreisliga A unerlässlich sind. So muss man den besseren Heimsheimern zu einem verdienten Heimsieg gratulieren, was dann im Rückspiel passiert, steht freilich auf einem anderen Blatt.

 

 Unsere Mannschaft: Alexander Hoffmann, Marco Jantz (77. Kim-Steven Pietsch), Vincenzo De Marco, Danny Claus (73. Dennis Scherer), Timo Brockschmidt (89. Kevin Kleinert), Marcel Zipperlen, Joshua Krauss, Keiji Reim, Silas Schüller, Christopher Welsch (42. Philipp Treitz), Benjamin Keck

 

Am Sonntag reist Hirschlanden-Schöckingen an und misst sich um 15 Uhr im Eichenstadion mit unserer Ersten Mannschaft. Zuvor empfängt unsere „Zwoide“ (13 Uhr) deren Reserveteam, auch dazu möchten wir Sie wie immer herzlich einladen!

 

Es grüßen  die Schreiberlinge

 

Wichtiger Heimsieg vor toller Kulisse

 

SV Friolzheim – Drita Kornwestheim 3:1

 

Bei beinahe sommerlichen Bedingungen hatte man am Sonntag die kosovarischen Kornwestheimer zu Gast und konnte den anwesenden Zuschauern ein attraktives Spiel bieten. Mit der Rückkehr des Capitanos Vincenzo De Marco wuchs die Zuversicht auf einen dringend benötigten Heimsieg, hatte man doch in den Partien zuvor kaum Zähler eingesammelt. Viele Friolzheimer verbrachten ihren Nachmittag auf dem Sportplatz und unterstützten den SV von der ersten Minute an, was Spieler wie Trainer sehr erfreute und vor allem motivierte. Allerdings sah man unserer Elf, wie auch den Gästen deutlich an, dass es sich auf dem ungewohnten Naturrasen deutlich holpriger anlässt als üblicherweise auf Kunstrasen.

 

In der Anfangsphase konnte sich keine Mannschaft ein Übergewicht erspielen, erst mit langen Bällen in den gegnerischen Strafraum kam man zu größeren Torchancen. Die Gäste zeigten einige schöne Ballstafetten, scheiterten jedoch oft an der Friolzheimer Abwehr oder zielten zu ungenau auf den Kasten von Alexander Hoffmann. Allerdings haperte es auch bei unserer Offensive, die kaum eine Kombination bis in den Strafraum zustande brachte. Wie bereits in den vergangenen Wochen stimmte es an einigen Ecken und Kanten nicht, wenngleich eine klare Leistungssteigerung zum Schwieberdingen-Desaster festzustellen war. Eine typische Unachtsamkeit in der Rückwärtsbewegung nutzte Kosova nach etwa 35 Minuten zum überraschenden 0:1 und wieder lief man einem unnötigen Rückstand hinterher. Wer nun eine schnelle Reaktion des Bündert-Teams erwartete, wurde dieses Mal nicht enttäuscht, denn noch vor der Pause fiel der verdiente Ausgleich: Benjamin Keck überwand mit einem weiten Einwurf in den Fünfmeterraum die halbe Gästeabwehr, sodass Keiji Raum fast ungestört einköpfen konnte, 1:1 (42.).

 

Nach der Pause kam der SV frischer aus der Kabine und drängte gleich auf das nächste Tor. Mit zunehmender Spielzeit ging Kornwestheim die Puste aus, dagegen zeigten sich unsere jungen Hüpfer unermüdlich und setzten zu etlichen kräftezehrenden Sprints an. Lediglich die Torabschlüsse fielen zu harmlos aus, wenn es denn zu solchen kam. Weiterhin fehlte es dem SV an Präzision im Angriffsspiel, weshalb Torjäger Keck relativ selten zum Abschluss kam. Auch ein zweiter Gegentreffer schien alles andere als unmöglich, wie etwa ein zunächst harmloser Rückpass, der eine Viertelstunde vor Schluss fast im eigenen Netz gelandet wäre. Für die Schlussphase brachte Trainer Bündert Philipp Treitz und Marcel Zipperlen aufs Feld und hatte dabei den richtigen Riecher. Denn kaum im Spiel, wurde der erfahrene Treitz von Christopher Welsch auf die Reise geschickt und lief Sekunden später alleine auf den herauseilenden Keeper zu. In Goalgetter-Manier versenkte er den Ball rechts oben (80.), Friolzheim führte 2:1, die Fans jubelten. Die Gäste waren natürlich angenockt und wollten sich in den letzten Minuten für das abseitsverdächtige Tor revanchieren. Jedoch blieben die hektischen Angriffe folgenlos, was besonders der geschlossenen Friolzheimer Defensive zu verdanken war. Im Kollektiv wehrte man sämtliche Flankenbälle ab und fuhr selbst noch einige Konter. Die endgültige Entscheidung führte dann Marcel Zipperlen bei, als er in der 87. Minute nach Zuspiel von Treitz überlegt zum 3:1 einschob. Eine große Erleichterung machte sich beim Trainerstab breit, denn damit war der erhoffte Heimsieg in trockenen Tüchern.

 

Unsere Mannschaft: Alexander Hoffmann, Marco Jantz, Danny Claus, Vincenzo De Marco, Daniel Klingel (78. Marcel Zipperlen), Dennis Scherer (52. Timo Brockschmidt), Joshua Krauss, Keiji Reim, Silas Schüller, Christopher Welsch (90. Kim-Steven Pietsch), Benjamin Keck (78. Philipp Treitz)                                                                                                                                           Am Sonntag gastiert der SV beim Tabellenersten in Heimsheim (15 Uhr).

 

Nach mehreren Jahren in unterschiedlichen Ligen findet das Derby TSV Heimsheim vs. SV Friolzheim wieder statt und wird mit Sicherheit ein intensives, sehenswertes Spiel (Sonntag, 22.10.2017, 15:00 Uhr). Die Aktiven freuen sich über Ihre Unterstützung!

 

Es grüßen

 

Die Aktiven des SVF!

 

Nächste Pleite nach schwacher Leistung

 

Schwieberdingen II – SV Friolzheim 1:0

 

Nach den letzten sieglosen Spielen wollte man beim Tabellenschlusslicht Schwieberdingen II weitere wichtige Zähler einfahren. Die Hausherren fuhren zuvor noch keinen Dreier ein und waren dementsprechend gewillt, vor eigenem Publikum den Premierensieg zu erringen. Entsprechend entschlossen und körperbetont startete Schwieberdingen in die Partie, wohingegen unserer Mannschaft die Verunsicherung aus den letzten Wochen noch in den Knochen steckte. Zunächst gab es auf beiden Seiten kaum sehenswerte Spielzüge, viele Bälle wurden planlos nach vorne geschlagen, wo sie von den Abwehrreihen zumeist geklärt werden konnten. Unser Team zeigte erneut große Baustellen in der Spielanlage und konnte die vorgegebene taktische Ausrichtung abermals nicht umsetzen. Zu allem Übel kombinierte sich das Heimteam in der 28. Minute ohne Gegenwehr über den halben Kunstrasenplatz, überrumpelte die Friolzheimer Defensive und schloss mit einem präzisen Flachschuss zum 1:0 ab. Bis zur Halbzeit erhöhte der SV die Schlagzahl, blieb jedoch bis auf zwei, drei Gelegenheiten harmlos vor dem Tor. Von dieser blassen Vorstellung entsetzt, redete Trainer Bündert seinen Mannen eindrücklich ins Gewissen, schließlich lag es nicht am starken Gegner, dass man mit 1:0 zurücklag. Der zweite Durchgang war dann geprägt von vielen Fouls, vergeblichen Angriffsbemühungen sowie ständigem Diskutieren mit dem Schiedsrichter. Besonders Keiji Reim zog etliche Fouls und sorgte damit für Verstimmung bei der hiesigen Zuschauerschaft. Allerdings verpufften fast alle daraus resultierenden Freistöße, weshalb man zum Schluss die Aufstellung zugunsten der Offensive ausrichtete. Jedoch wollte dem SV an diesem windigen Sonntagnachmittag einfach nichts gelingen, obwohl der Gegner nicht einmal fähig war, einen Konterangriff ordentlich zu Ende zu spielen. So kam der Schlusspfiff immer näher, ohne dass man den Gastgebern durch ein Powerplay so richtig zusetzen konnte. Chancen zum Ausgleich gab es gen Spielende durchaus, Christopher Welsch, Silas Schüller, Daniel Klingel und Reim brachten die Kugel aber nicht im Netz unter. Als Schwieberdingen die Nachspielzeit in Unterzahl bestreiten musste, warf der SV alles nach vorne und hoffte auf einen Lucky Punch, der allerdings nicht mehr erfolgte. Mit dieser enttäuschenden Niederlage ist man leistungstechnisch als auch in der Tabelle auf dem absteigenden Ast, vielleicht sorgt die baldige Rückkehr unseres Capitanos Vincenzo De Marco für neuen, dringend benötigten Schwung. 

 

Unsere Mannschaft: Alexander Hoffmann, Marco Jantz (46. Marcel Zipperlen), Silas Wochele, Danny Claus (80. Kevin Kleinert), Daniel Klingel, Dennis Scherer, Joshua Krauss, Keiji Reim, Silas Schüller, Christopher Welsch, Benjamin Keck (88. Kim-Steven Pietsch)